GORDON

Gordon ist ein Ortsname aus Berwickshire, und die damit in Zusammenhang stehende Familie soll Anglo-normannischen Ursprunges sein. Im 14. Jahrhundert zogen sie von den Borders nach Aberdeenshire, als Sir Adam Gordon of Huntly von Robert the Bruce Ländereien in Strathbogie erhielt. Die Huntlys ließen sich dort unter Beibehaltung ihres Namens dauerhaft nieder, und 1449 wurde Sir Alexander Gordon zum Earl of Huntly ernannt. Der 6. Earl wurde 1599 zum Marquis of Huntly ernannt, und der 4. Earl wurde 1684 Duke of Gordon. Als der 5. Duke of Gordon 1836 ohne Nachkommen starb, verfiel das Herzogtum. Das Marquisat ging auf den Earl of Aboyne über und der Grundbesitz auf den Duke of Richmond, der 1876 auch zum Duke of Gordon ernannt wurde. Eine ganze Zeitperiode lang war der Clan Gordon einer der mächtigsten des Nordens, und ihr Chief wurde oft „Cock of the North“ genannt.

Im politischen Umfeld von Mary Queen of Scots wurden die Gordons als Rebellen gebrandmarkt und Mary selbst schickte eine Armee gegen sie. Der Earl of Huntly wurde eingekerkert und starb dort, während sein Sohn gefangengenommen und im Beisein der Königin enthauptet wurde. In der Zeit der Bischofskriege entwickelten sich die Gordons zu Unterstützern der schottischen Krone und wurden vom Earl of Montrose 1639 bei der Brücke am Dee besiegt. Später, als Montrose sich weigerte, für den zweiten Covenanter zu kämpfen, fand er sich im Kampf für den König mit den Gordons auf derselben Seite wieder. Die Gordons unterstützten 1715 die Jakobiten bei ihrem Aufstand und rüsteten zwei Regimenter aus für den Kampf an der Seite von Prince Charles bei Culloden, obwohl der 3. Duke die Hanoveraner unterstützte. Das als Gordon Highlanders bekannte Regiment wurde erstmals 1794 vom 4. Duke of Gordon ins Leben gerufen.

Zum Bild links: Der hier gezeigte Kilt ist im allgemein gebräuchlichen Gordon-Tartan gehalten, wogegen ein Porträt in Abergeldie Castle ein Sett in Hellrot und Grün zeigt, mit schmalen gelben und schwarzen Streifen. In dieser Abbildung sieht man die Alltagskleidung eines Highland-Gentleman aus der Mitte des 19. Jh. Die Strümpfe sind gestrickt – eine Sitte, die eigentlich erst in jüngerer Zeit entstanden ist.

Jahrhundertelang waren die Gordons einer der mächtigsten Clans in den Highlands, und hatten die Herrschaft über einen großen Teil der Bezirke Aberdeen und Banff. Der Chief des Clans ist der Marquis of Huntly, der traditionelle „Cock of the North“. Das berühmte Regiment der Gordon-Highlander wurde erstmals 1794 aufgestellt und in weniger als vier Monaten rekrutiert. Laut Überlieferung führte dies Jane, Duchess of Gordon, durch, eine Frau von unwiderstehlicher Schönheit, die mit einer List die Männer zur Rekrutierung verführte, indem sie einen Guinea zwischen ihre Lippen nahm und jedem Mann einen Kuss gab.

Familienzweige:

Adam, Adamson, Addie, Adie, Addison, Aiken, Aitchison, Atkin, Atkins, Atkinson, Badenoch, Barrie, Connor, Connon, Craig, Cromb, Crombie, Cullen, Culane, Darg, Darge, Dorward, Duff, Durward, Eadie, Eddie, Edie, Edison, Esslemont, Garden, Gardiner, Gardner, Garioch, Garrick, Garroick, Geddes, Gerrie, Harrison, Huntley, Huntly, Jessiman, Jopp, Jupp, Laing, Lang, Laurie, Lawrie, Leng, Ling, MacAdam, Mallett, Manteach, Marr, Maver, Meldrum, Mill, Mills, Milles, Miln, Milne, Milner, More, Morrice, Muir, Mylne, Steel, Teal, Tod, Todd, Troup.

CREST: Ein über das Crest hinausgehender Bockskopf mit Hörnern, naturfarben.

MOTTO: "Bydand"