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Katalog-Nr.: 100077. Titel: Totengericht.
Technik: Acryl-Mischtechnik auf Leinwand.

Bildbeschreibung:

Die Erde wurde eingespannt und für die übermäßigen Bedürfnisse ihrer Bewohner ausgebeutet. Dieser Käfig, in den man sie gebracht hat, lässt sie nicht mehr frei, und der letzte Augenblick ihres Bewusstseins ist gekommen. Ein neues Schloss wurde angebracht, nachdem jemand vor langer Zeit versucht hatte, das alte Schloss zu öffnen, um die Erde frei zu lassen. Man hat ihr das Rückgrad gebrochen, die Nerven zerrissen, und der Rhythmus ihres Herzens zeigt eine negative, kurz vor dem Kollaps stehende Linie. „Oppression“ steht auf dem Manometer, das die Unterdrückung registriert, und der Hebel wartet bereits darauf, dass ihn jemand in die andere Richtung rückt, um die Zeit zu stoppen, die hinter dem zerbrochenen Glas angezeigt wird.

Die Natur hat es aufgegeben, ihre immerwährende Erneuerung zum letzten Mal zu beleben. Sie hat bereits ihre Hand dorthin gewendet, den Zufluss der Energie zu stoppen, den Verbindungsschlauch zur letzten Reserve aus seiner Verankerung zu ziehen. In der anderen Hand hält sie eine Lanze, die einige Menschen, trotz aller Boshaftigkeit, noch für die Natur gebrochen haben - als einzige Trophäe in ihrem langen Leben. Doch um diese einzige Auszeichnung hat sich bereits Apophis, das Symbol für das Chaos, (die hier fast gläsern und unwirklich wirkende und todbringende Schlange) gewunden. Er trat aus dem Hintergrund der alten Götterwelt in die reale Zeit. Hier hat er bereits die Luft vergiftet, wo der lebensspendende Luftschlauch mürbe geworden ist, um schneller an die Seelen der Menschen zu kommen.

Es ist leise geworden hinter dem Räderwerk des Lebens. Die gesamte Maschinerie, die das Leben der Erde über unzählige Jahre aufrecht hielt, kam aus dem Takt. Was geschieht mit unserem ehemals blauen Planeten? In all dem Räderwerk wurde einst ein Mechanismus installiert, der erst am Ende der Zeit seine Funktion erhält; dann wird das Rad in Gang gesetzt, das nur eine Aufgabe hat, die Zerstörung der Erde. Hier im Bild dargestellt durch den schweren Hammer, der beim Auslösen die Erde zertrümmert – der Weltenbrecher. Diese Rolle hat die Maschine bereits übernommen, und die Menschheit wartet auf das Zeichen, dass jenen unausweichlichen Zeitpunkt fixiert. Sie weiß nicht, dass sie selbst das Signal gibt.

In der Tiefe der Zeit hat man die Erde bereits abgeschrieben und man beurteilt schon ihre Existenz, ob sie dem entspricht, was im ehemals erstellten Plan enthalten ist. Anubis, der Totengott, wiegt bereits das Herz aller Menschen gegen Gefühle auf. Das Herz galt schon immer als Steuerorgan des Menschen für seine moralische Verantwortung, und die Feder der Göttin Maat gilt hier als Symbol für die göttliche Weltordnung, gegen die der Mensch nicht verstoßen durfte, solange er in diesem Dasein die Erde benutzte. Er hat es nicht vermocht, das Wesen der Erde zu erkennen und handelte nur nach eigenem Interesse und Willen, und jede Korrektur, die Anubis vornehmen muss, geht auf Kosten unserer Seele, unseres Herzens und auf Kosten des Lebens, das durch die Zeit abhängig geworden ist.

Es gibt kein System, das diesen Zustand verändern kann, nur das „Mea culpa“ bringt den Menschen der Wahrheit näher.