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Seit 2000 entstehen Gemälde von Hans Maria Mole, die den mystischen Namen „WELTENBRECHER“ tragen, und einen starken, emotionalen Reiz auf seelische Empfindungen ausüben. Die Gründe sind vielschichtig und nicht leicht auszumachen. Was noch auffällt, ist die Virtuosität in der Beherrschung der malerischen Mittel. Seine Bilder enthalten viel Spekulatives, was das Einfühlungsvermögen steigert. Setzt man sich mit allem auseinander, was er mit seinem fantastischen Realismus dem Betrachter vor Augen führt und aus dem Versteck der Gefühle holt, spürt man eine andere Welt, eine andere Dimension. Er macht das Unscheinbare des Surrealismus - in seinen Arbeiten vor „WELTENBRECHER“ - in seiner Ausprägung zum Fantastischen Realismus.

Die Bilder sind leicht zu interpretieren - man muss die sorgfältige Betrachtung gleichermaßen dem Detail wie dem Ganzen zukommen lassen und über die Metamorphose nachdenken. Es entsteht der Eindruck, dass es Realität ist, was auf seinen Bildern dargestellt wird. Sein Credo, das er hier verdeutlicht, besagt, dass die Seele des Menschen sich über die Materie hinwegsetzt und den gnadenlosen Effekt erkennt, der augenscheinlich vonstatten geht.

Teilweise entblößen die Systeme das heile Weltbild und ermahnen und erschrecken. So sind auch die erotischen Merkmale wichtig zur richtigen Demonstration der Mitteilungen, die wie Träume die Themen oft ins Fantastische treiben. Er zeigt oft ein geordnetes Chaos wie das Gegenteil. Gegenwartsbezogene Zeitkritik, Prophetie einer vielleicht schlimmen Entwicklung werden genau so behandelt wie vergangene, richtungsweisende Geschehnisse. Oft provozieren die Bilder Dialoge. Doch sollte man vor einem Gemälde länger verweilen, um eine Komposition zu verstehen oder um sie zu enträtseln. Wie sagte einst ein Philosoph: „Vielseitigkeit in der Kunst ist kein Makel, sondern eine Tugend.“