Zu den Gemälden der Kunstreihe: Die Nächste Generation!

Seit über einem viertel Jahrhundert sorgen die beiden Maler und Aktionskünstler Hans Maria Mole und Basil Wolfrhine mit ihrem einzigartigen Kunststil, ihren spektakulären Kunstaktionen und ihrem vielseitigen kulturellen Engagement für Aufsehen. Als sich seinerzeit Mole & Wolfrhine zusammentaten, um gemeinsam in Sachen Kunst neue Wege zu gehen, hätte wohl kaum jemand eine so außergewöhnliche Vielfalt erwartet, die über mehrere Jahrzehnte hinweg die Kunst- und Kulturinteressierten in aller Welt immer wieder aufs neue begeistert.

"Genaugenommen sind Mole und Wolfrhine ihr eigenes Gesamtkunstwerk", sagte einmal ein Kritiker und führte fort ... "das Brücken schlägt zwischen Geist und Materie und sich immer wieder neu erfindet."

Alles begann mit gemeinsamen Ausstellungen, in denen jeder seine eigenen Bilder präsentierte. Nach einigen Jahren beschloss man im Rahmen einer neuen Kunstform, "Die nächste Generation" gemeinsam - jeder mit seiner Technik - an einem Gemälde zu malen. Basil Wolfrhine in Acryl-Mischtechnik und Hans Maria Mole mit Aquarellmalerei. Diese Kombination gab es noch nie zuvor und setzte eine Spannung in den Rahmen, die den Betrachter begeisterte.

Ab dem Jahr 1989 sorgte das Künstlerduo mit spektakulären Kunstaktionen für Aufsehen, die in den internationalen Medien großes Interesse fand. Kaum eine Zeitung, die nicht über Mole & Wolfrhine berichtete, kaum ein Fernsehsender, der sie nicht ins Studio lud oder live mit der Kamera dabei war, wenn die Surrealisten ein riesiges Holzpferd durch die Lande zogen, mit einem lebensgroßen Modellwal den Rhein hinunter bis in die Nordsee schipperten, Kunstausstellungen bestückten oder zu den monumentalsten Kunsthappenings luden. Die Herren Mole und Wolfrhine riefen zur Performance und Tausende von Kunst- und Kulturinteressierten kamen.

Für ihr Schaffen wurden die beiden The Scottish Heritage Collection! weltweit mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht - so erhielten sie z.B. die Ehrendoktorwürde etc. Neben ihrer Malerei und Performancekunst wirkten Mole & Wolfrhine auch als Kulturbotschafter für Schottland. Sie eröffneten in ihrem Künstlerdomizil in der Soonwaldgemeinde Spall 1993 ein Museum für schottische Geschichte, einen schottischen Pub sowie einen Club für schottische Tradition.

War es Wolfrhine als Sohn eines schottischen Lairds und einer deutschen Mutter doch in die Wiege gelegt internationale Verbindungen zu schaffen, begeisterte ihn Schottland stets so sehr, dass er seit Jahren nur im Schottenrock unterwegs ist, 1998 ein schottisches Musikprojekt gründete, einige Produktionen auf dem internationalen Musikmarkt platzieren konnte, und seit Mitte 2008 betreibt das Künstlerduo mit Erfolg einen schottischen Radiosender.

The FlowerDragons Collection

Publizistisch haben die beiden mehrere Kunstbildbände aufgelegt, verschiedene Kunst- und Kulturmagazine herausgebracht, sowie CD- und DVD-Produktionen veröffentlicht.

Widmet sich Wolfrhine in den letzten Jahren vorwiegend den schottischen Musik- und Kulturprojekten, hat Mole 2009 sein philosophisches Mammutwerk "Weltenbrecher" fertiggestellt und malt in neuen Techniken die Kunstreihe zu seinem Buch.

Lebensphilosophische Ansichten und künstlerische Inspirationen

Es begab sich zu einer Zeit, da die Menschen nicht mehr erkennen konnten, was gut oder böse war. Die Dunkelheit hatte das Licht verdrängt. Sie wollten alles, und der Gedanke an sich selbst wurde groß. Kriege aus Neid und Missgunst zerstörten nicht nur das Land, auch das Wesen des Menschen wurde in seiner Art anders, als es im Plan vorgesehen war.

Die Erde wurde einst vorbereitet dafür, dass der Mensch aufbauend sein Leben hier erleben könnte, doch die Zerstörung war das Ziel, das unterschwellig gärte. Was bleibt dem gedemütigten Menschen, wenn er dem furchtbaren Schmerz entrinnen will? Flucht ist es, etwas, das in keinem aufbauenden Programm enthalten ist, seit seinem Bestehen. Somit wurde global die Zukunft geändert in eine Zeit, die auf die Seele Einfluss gewann und damit das Lebensgefühl zu einer Veränderung zwang. Der Mensch folgte dem Gefühl und brachte sich an den Rand des Möglichen.

 

Jetzt, da es kein Zurück mehr gibt, wird in hoffender Weise oft versucht, die Welt zu dem zu machen, was sie eigentlich sein sollte. Das Gefühl dafür ist noch vorhanden, aber die Menschheit bringt es nicht mehr fertig, miteinander zu leben - der Egoismus vertreibt das unbewusste Gespür für ein liebevolles Dasein miteinander. In der Zeit weltweit flüchtender Menschen, sollte das Bewusstsein soweit geschärft sein, um die Möglichkeiten des Zusammenlebens neu zu überdenken, damit ein fantastisches Ergebnis richtungsweisend gegen Unbeholfenheit und Unterdrückung verwirklicht werden könnte.

Doch diese Zeit bringt auch andere Dinge hervor. So werden Dimensionen erstellt, die maßgeblich dafür geschaffen wurden, damit das Wesen Mensch nicht im Sog der Angst und damit in den Tiefen seiner höllischen Dimension entschwindet. So sollte der Mensch eine Vorbereitung erhalten, die dafür sein soll, dass er dann, wenn das Leben einen entscheidenden Bruch erleidet, die Richtung beibehält, die einst vorgegeben wurde. Der Weg zu diesem Punkt sollte das Bewusstsein erfassen und das Begreifen jener Dinge festigen. Sie, die Künstler, stehen im Dienst der Sache und zeigen oft allen Interessierten den Weg zu einer Einstellung, die eine Erkenntnis bringt über das was vorgesehen ist, wenn alle Dinge versagen, um dann noch zu wissen, wo und wie es weitergehen kann. Wenn das Boshafte über die Menschen kommt und signalisiert, dass die Lebensmöglichkeiten einen unausweichlichen Fehlschlag bekamen, dann sollte man sich besinnen auf viele Dinge, die gesagt wurden. So wird man sich auch der Worte und Handlungen erinnern, die die beiden Künstler Hans Maria Mole und Basil Wolfrhine schon seit langer Zeit den Menschen in ihren Aktionen zeigten und bewiesen. Und in ihren Gesprächen mit und zu den Menschen erläuterten sie das Zusammenfließen verschiedenster Gedanken und Vorhaben der unterschiedlichsten Systeme auf dieser Erde.

Auf diesem Gemälde wird ein Teil ihrer Arbeit dargestellt, dokumentiert, die in jene Richtung geht und was sie zusammenführte und zusammenhielt. Immer war der Gedanke das Zugpferd für ihr Schaffen. Dargestellt sind als Beispiel ihrer internationalen künstlerischen Tätigkeiten drei Aktionen, die auf sie und ihre Mission aufmerksam machen sollten: „Das Trojanische Pferd“, das auch im Fernsehgarten des ZDF Furore machte. „Im Zeichen des Wals“ war eine spektakuläre Action, wobei der riesige Wal am Schlauchboot paddelnder Weise von Bingen am Rhein bis in die Nordsee gebracht wurde und gleichzeitig daran erinnerte, dass das Abschlachten der Tiere zu der heutigen lebensverachtenden Situation beigetragen hat. Bei der Aktion „Der Weg des Navigators“, der die Künstler vierzehn Tage lang in Kreuzesform durch ganz Deutschland führte, wollten Künstler auf die hoffnungslose Situation innerhalb des Zusammenlebens aufmerksam machen.

Schottland spielte dabei schon immer eine bedeutungsvolle Rolle, genauso wie die Tiere, mit denen sie zusammenleben. Die Malerei ist ebenso ein außergewöhnlich eindrucksvolles Hilfsmittel zum Erkennen der Schönheit dieser Welt wie der eigenen Schwächen und Fehlern sowie der Hinweis zur Aufmerksamkeit, den aktuellen Zustand des Daseins zu überdenken, der bereits bedrohliche Ausmaße angenommen hat. Auch die Astronomie war in ihren Aktionen schon ein wichtiges Hilfsmittel, die Menschen zum Nachdenken zu bewegen. Zur Zeit spielt die Musik eine entscheidende Rolle im Geschehen um die Systeme, die Einfluss nehmen sollen, damit die Überlegungen doch noch eine tiefgreifende Wirkung erzielen, und das Gefühl für den Nächsten und die Liebe nicht verloren gehen im Strudel der Gefühllosigkeit und Unvernunft. Damit diese Unvernunft nicht dazu führt, dass die Seele unterdrückt und für immer in Dimensionen verschwindet, die ein Weiterleben unmöglich machen würden.