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Burns Supper 2001 im Club PDF  | Drucken |
Am 25. Januar hatten sich im Tartan-Museum & Scottish Pub wieder Clubmitglieder versammelt, um zusammen den schottischen Nationalfeiertag "Burns-Supper" zu feiern.

Nachdem Basil Wolfrhine die Gäste offiziell begrüßt hatte, zitierte der 2. Chairman Markus Lesie Liesert das Gedicht des Abends "To a Haggis" in deutscher Übersetzung, welches der Nationaldichter Robert Burns seinerzeit als Hymne auf das Nationalgericht der Schotten gedichtet hatte.

Danach wurde bei Robert Burns Music dann der traditionelle Haggis aufgetragen und mit einem guten Schluck "Wasser des Lebens" herunter gespült. Ganz im Sinne von Robert Burns. Für alle, die einmal nachlesen möchten, was jeder echte Schotte von seinem Nationalgericht hält, haben wir hier die deutsche Übersetzung.

Auf einen Haggis

Dein feines Gesicht sei von Glück erhellt, du Häuptling in der Würstewelt!
Bist hoch über alle andere gestellt, ob Pansen, ob Darm:
Verdienst, daß man dein Lob erzählt, so lang wie mein Arm.

Die ächzende Schüssel da füllst du aus, dein Hintern schaut wie ein Bergrücken raus,
Dein Holzspieß hülf als ´ne Rad-Achse aus, in Zeiten der Not.
Und aus deinen Poren tritt Tau heraus, wie Bernstein rot.

Sieh, wie der Bauer sein Messer wischt; er schneidet dich auf, wenn aufgetischt,
Und in dein saftiges Inneres er bricht, dem Pflüger gleich;
Und dann, o welch gesegnete Sicht, warm-dampfend, reich.

Und Löffel für Löffel macht man sich ran, der Teufel kriegt den letzten dran,
Bis alle Bäuche, ob Frau, ob Mann, sind wie Trommeln gespannt;
Und kurz vor dem Platzen der Hausvater dann stöhnt: „Gott sei Dank".

Gibt´s einen, der nach Ragout noch trachtet, und Eintopf, den ´ne Sau verachtet,
Und Frikassee, das sie kotzen machte, vor Ekelqual,
der hinschaut und verächtlich lachte, auf solch ein Mahl?

Der Ärmste! Seht ihn bei seinem Müll, ist kraftlos wie trockene Binsen und still,
Für Schnüre die Schenkel man halten will; die Faust für ´ne Nuß;
Wie wenig für blutiges Schlachtengebrüll der taugen muß!

Doch seht den Landsmann, haggisgenährt, von seinem Schritt tönt zitternd die Erd,
Drückt ihm in die breite Faust ein Schwert, er läßt es tanzen;
Mit Armen und Beinen er verfährt, wie mit Unkrautpflanzen.

Ihr Mächte, die ihr im Himmel verkehrt, und den Menschen den Speisezettel serviert,
ein Schotte hat Fraß noch nie verzehrt, der bloß ein Dreck ist;
Drum, wünscht ihr, daß er euch verehrt, gebt ihm ´nen Haggis!
 
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