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Duncan I. bis Robert the Bruce PDF  | Drucken |
Da bei den Pikten das Erbrecht über die weibliche Linie führt, gab es immer wieder Streit um den Thron. So wurde der Sohn Malcolm II., Duncan I. von MacBeth 1040 im Kampf um den Thron besiegt. Duncans Sohn, Malcolm III. flüchtete zu den Engländern. Nach 17 Jahren kam er mit der Unterstützung des englischen Adels nach Schottland zurück und schlug MacBeth, der seinerseits mittlerweile die Unterstützung des schottischen Adels verloren hatte.

Unter Malcolm III. (1057-1093) wurde Schottland zu einem Feudalstaat, eine Umwandlung des Landes, welche hauptsächlich von seiner englischen Frau, der hl. Margaret unterstützt wurde. David I., einer der Söhne Malcolms, setzte sein Werk fort, indem er mehrere Klöster gründete, um somit die Wirtschaft des Landes zu verbessern. Außerdem holte er, der seine Jugend am englischen Hof verbracht hatte, befreundete angelonomanische Adelige nach Schottland und siedelte sie im Süden des Landes an. Aus ihnen wurden so große Familien, wie beispielsweise der Clan Bruce oder Balliol.

Im Jahre 1175 schloß William the Lion einen Pakt mit Frankreich, “The Auld Alliance”, eine Verbindung, welche bis ins 18. Jahrhundert immer wieder erneuert werden sollte. Gestärkt durch den Pakt überfiel William England, um die Gebiete, die sein Vater verloren hatte, zurückzuerobern. Doch die Engländer siegten und zwangen William zum Lehenseid. Somit verlor Schottland seine Unabhängigkeit. 1263 besiegt Alexander III. die Wikinger in der Schlacht bei Largs und erobert die westlichen Inseln für Schottland zurück.

Sir William WallaceNach dem Tod von Alexander III. streiten die Clans Balliols, Bruces und Comyns um den Thron. Der englische König Edward I. macht John Balliol zum schottischen König. Unter dem Lehnseid der Engländer war die Regierung des schottischen Königs John Balliol zum Scheitern verurteilt. Schon bald erheben sich viele Schotten gegen den König, der aber von englischer Seite unterstütz wird und Schottland fortan durch englische Stadthalter regieren läßt. Nie wurde das schottische Volk so unterjocht wie zu dieser Zeit. Unter diesem Druck erhebt sich ein schottischer Volksheld, der Schottland die Freiheit bringen sollte, Sir William Wallace (links).

Wallace treibt die Engländer aus ihren wichtigsten Festungen und bei der berühmten Schlacht bei Stirling besiegt er durch eine List das übermächtige und seinerzeit als unbesiegbar geltende englische Heer. Wallace war ein Mann des Volkes und wurde schließlich vom neidischen schottischen Hochadel an den englischen König Edward I. verraten und 1305 als Verräter hingerichtet.

Nach Wallace Tod begann der Aufstieg von Robert the Bruce. Als der Sohn einer der Thronanwärter in einem Streit seinen Thronrivalen John Comyn in einer Kirche erschlägt, bringt diese Tat ihm die Exkommunizierung ein. Trotzdem läßt er sich 1306 in Scone von nur wenigen Adligen zum König krönen und beginnt seinen Weg zum Freiheitshelden zu gehen. Durch den schottischen Hochadel erhällt er aber nur wenig Unterstützung und wird deshalb in vielen Schlachten von den Engländern besiegt.
Robert the Bruce
Durch den Tod Edward I. wendet sich die Lage, denn sein Sohn Edward II. ist ein schwacher König. Nach einigen Siegen erhällt Bruce Unterstützung von immer mehr schottischen Adligen und bei der Schlacht von Banockburn, kurz vor Stirling, besiegt er schließlich die Engländer und wird nun unanfechtbar der König Schottlands. 1327 wurde durch den Vertrag von York die Unabhängigkeit Schottlands von den Engländern anerkannt.

Hatte Robert the Bruce (rechts) die Freiheit für Schottland gewonnen, so verspielte sie sein Sohn David II. um ein Haar wieder, indem er mit dem englichen Hof gemeinsame Ziele verfolgte und immer abhängiger wurde. Doch der schottische Adel hatte sich an die Unabhängigkeit gewöhnt und setzte all seine Macht gegen eine Zusammenarbeit mit den verhaßten Engländern.
 
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